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Der Saisonrückblick 2015/16: Ganz im Zeichen der Regeneration

Kraft tanken, regenerieren und gesund werden: In der vergangenen Saison 2015/16 stand für mich nicht das Bergab im Vordergrund, sondern das Bergauf!

Viele Pausen, wenig Action – aber Grund für Optimismus: So lässt sich die vergangene Ski‐Cross‐Saison für mich zusammenfassen. Nachdem ich mir in der Saison 2014/15 das Kreuzband gerissen hatte, konnte ich erst im März 2015 die Vorbereitungen für die neue Saison in Angriff nehmen. Den Sommer über standen schweißtreibende Ausdauerübungen und Krafttraining im Mittelpunkt, bevor ich im September zum ersten mal wieder die Ski anschnallen konnte. Nach der Freude über den ersten Schneekontakt aber die Ernüchterung: Das rekonstruierte Kreuzband war überreizt. Meine erste Zwangspause.

Ende November gelang mir dann die Rückkehr ins Schneetraining mit dem Europacup‐Team, bevor ich beim ersten Weltcup im italienischen Innichen endlich wieder Wettkampfluft schnuppern durfte. Dem guten Verlauf der Rennen folgte aber schon der nächste Rückschlag: das Knie schmerzte erneut. Meine zweite Zwangspause.

Von nun an ging es besser vorwärts: Über tolle Rennen im Europacup gelang mir die Qualifikation für den Weltcup‐Lauf in Schweden, bei dem ich mich über einen guten zwölften Platz freuen durfte. Mit diesem Ausrufezeichen im Rücken konnte ich dann den restlichen Winter etwas ruhiger angehen lassen und mich wieder auf das konzentrieren, was nach einer so schweren Verletzung am Wichtigsten ist: Den Anschluss halten und Selbstvertrauen tanken.

Unterm Strich war es eine lange Saison, bei der die sportliche Leistung tatsächlich einmal in den Hintergrund getreten ist. Deshalb möchte ich mich ganz Besonders bei meinem Team und der Knaus Tabbert GmbH für die unermüdliche Unterstützung bedanken, die mir viel Mut und Optimismus geschenkt hat.

Denn bei all den gesundheitlichen Problemen konnte ich in 2015/16 vor allem eines zeigen: Wenn es mit dem Knie weiterhin so gut bergauf geht, wird in der nächsten Saison wieder voll mit mir zu rechnen sein – und zwar da, wo es einer Ski‐Crosserin am besten gefällt. Vor der Konkurrenz. Im Schnee. Bergab.

 

Eure

Julia Eichinger